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- Beatles (10)
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- 16.10.2008: Beatlemania
- 10.10.2008: Die Gefährten
- 8.10.2008: Love me do (1st Single)
- 7.10.2008: The fifth Beatle (George Martin)
- 3.10.2008: John, Paul, George and Ringo. Das Gruppenbild.
- 26.9.2008: Best geht, Ringo kommt
- 25.9.2008: The brain behind the Beatles, Brian Epstein
- 24.9.2008: My Bonnie is over the Ocean
- 22.9.2008: Mach Schau...
- 20.9.2008: Tag 1 im Leben eines Beatle
Beatlemania
16.10.2008 von admin.
Der Zeitpunkt als die Lawine losraste, kann nicht genau bestimmt werden. Es könnte aber der 13.10.1963 gewesen sein, als die Beatles in der Fernsehshow “Sunday Night” im London Palladium auftraten. Es schauten ca. 15 Mio Briten zu.
Was war genau die Beatlemania?
Zu allererst war sie sehr laut. Kreischende Fans brüllten die Gesangsanlage und die Gitarrenamps der Beatles nieder (damals gab es noch keine großen PA’s oder Monitorsysteme). Die eigentliche Musikdarbietung war nicht mehr zu hören.
Die Beatles wurden ab diesem Zeitpunkt transparent. Jeder Ihrer Schritte, jede Äußerung wurde peinlich genau dokumentiert. Die Jungs lebten in einem Kokon. Auch die Presse tat ein übriges und putschte die Hysterie durch Schlagzeilen. Warum war die Zeit reif für dieses Phänomen? Hier ein kleiner Seitenblick auf wichtige Geschehnisse der Jahre 1962/1963:
USA: Kennedy verstärkt die militärische Hilfe für Südvietnam
Deutschland: Flutkatastrophe kostet 300 Menschen das Leben
England: Anti Atom Gegner werden bei einer Demo festgenommen.
USA: neue Nukleartests werden gestartet
Israel: SS-Führer Adolf Eichmann wird in 2-ter Instanz schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt.
USA: Martin Luther King wird festgenommen.
England: Faschistenmärsche provozieren Straßenkämpfe in London.
Kuba: Chruschtschow lenkt in der Kubakrise ein. Zerstörung der russischen Raketenbasen auf Kuba.
USA: Vietkong schießen US Hubschrauber im Mekong Delta ab.
USA: Massenfestnahmen bei Bürgerrechtsmarsch in Alabama.
Deutschland: Kennedy hält seine Rede in Berlin.
USA: 200000 Menschen marschieren in Washington für Bürgerrechte. Martin Luther King hält seine berühmte Rede (”I hava a dream…”).
USA: Kennedy wird in Dallas erschossen!
Ein Zeitungsbericht in der “America” (im Jahre 1968) ist bezeichnend: “… die jugendliche Angst nach JFK’s Ermordung machte die Jugend in Amerikas besonders anfällig für die Beatlemania… Für viele junge Leute bedeutete Beatlemania, dass die Gefühle von Hoffnung und schierer Unmittelbarkeit wiederhergestellt waren, die viele für immer totgeglaubt hatten, als Kennedy starb.”
Als die Beatles am 07.02.1964 in New York eintrafen, lagen bereits 100000 Fan Briefe auf den Hotelzimmern bereit. Eine neue musikalische Zeitrechnung hatte für die Beatles begonnen. (tbc)
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Die Gefährten
10.10.2008 von admin.
Mit Gefährten ist der engste Zirkel der Beatles gemeint (nicht die Familie und Ehepartner ). George Martin und Brian Epstein wurden schon in einem früheren Artikel erwähnt. Heute geht es mir um Neil Aspinall, Mal Evans und Geoff Emerick . Aber schön der Reihe nach.
Neil Aspinall und Mal Evans gehörten zur Crew der Beatles. Neil war der Fahrer und Roadie (geb 13.12.1942). Er war ein guter Freund von Pete Best und besuchte das Liverpool Institute And School Art, wo er George Harrison kennenlernte. Nach seinem Studium wurde er zugelassener Steuerberater. Ab 1962 arbeitete er jedoch hauptberuflich bei den Beatles. Er kaufte siche einen alten Kleinbus, mit dem er das Equipment und die Beatles durch das Land kutschierte (die Beatles hatten damals durchschnittlich 30 Auftritte pro Monat, eine beachtliche Menge). Es gibt unzählige Geschichten über waghalsige Autofarten zwischen den Auftrittsorten (manchmal sogar mit kaputter Scheibe im Winter), wo auch schon mal eine Gitarre im Strassengraben verloren ging.
Ab 1968 war er Managing Director von Apple Corps Limited (verantwortlich für die Produktion des Let it be Films). In vielen Publikationen wurde er als der wahre 5-te Beatle gehandelt. Eines ist jedoch gewiss. Neil war ein enger Vertrauter gewesen. Er half durch seine Loyalität das komplizierte Leben des Beatles zu ordnen.
Mal Evens arbeitete in seiner Freizeit als Einlasser im Cavern. Hier lernte er auch Neil Aspinall kennen. Ab 1963 war er dann vollbeschäftigter Roadie und Bodyguard der Beatles. Er wirkte auch bei diversen Aufnahmen (als Geräuschemacher und im Backgroundchor bei A day in the life, Strawberry Fields, Yellow Submarine) mit. Mal hatte zusammen mit Neil eine Wohnung im Westen von London. Er begleitete die Beatles auch privat auf ihren Urlaubsreisen. Als enger Vertrauter hatte er die Möglichkeit viele Photos und Videoaufnahmen zu machen. Im Jahre 2004 tauchte ein Koffer mit Photos, Tagebücher und unveröffentlichten Aufnahmen der Beatles auf einem Flohmarkt wieder auf. Sie stammten von Mal. Leider hatte er ein tragisches Ende. Anfang Januar 1976 wurde er in Los Angeles bei einem Amoklauf (Mal war aufgrund seiner Drogen und Alkoholabhängigkeit stark despressiv) von der Polizei “irrtümlich” erschossen. Die Beamten glaubten, Mal Evans hält einen scharfen Revolver in der Hand…
Neben George Martin gab es noch den Toningenieur, die maßgeblich für den Beatles Sound verantwortlich waren. Zu nennen wäre da Geoff Emerick (der Nachfolger von Norman Smith, der die frühen Sessions der Beatles aufgenommen hatte). Seine erste Session hatte er bei Revolver (1965). Als junger Techniker probierte er viele Sachen aus, die damals völlig unkonventionell, ja sogar unerlaubt waren. Er rückte z.B. die Mikrofone so nahe wie möglich an die Instrumente (close miking war bis dato unbekannt). Dies war aber wegen der möglichen Beschädigung der kostbaren Mikros von der Geschäftsleitung strengstens verboten. Das Resultat war der revolutionäre Beatles Bass/Base Sound mit einem mächtigen Punch. Viele Soundwünsche konnte er durch experimentieren umsetzen. Dabei benutzte er die Studiogeräte of zweckentfremdet. Bei Tomorrow Never Knows schickte er z.B. John Lennons Stimme durch ein Lesslie Kabinet und komprimierte Ringos Drums mit extremen Einstellungen.
Geoff hat auch ein unterhaltsames Buch geschrieben, das ich nur empfehlen kann: “Du machst die Beatles”, erschienen im Blanvalet Verlag. (tbc)
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Love me do (1st Single)
8.10.2008 von admin.
Im Juni 1962 hatten die Beatles ihr erstes Vorspielen bei EMI (das Vorspielen bei DECCA im Januar hatten die Jungs nicht bestanden. Die Begründung: “Gitarrenbands würde sowieso bald aus der Mode kommen”. Ein tragischer Irrtum von DECCA). Sie entschieden sich dann für zwei Songs, die auf Vinyl gepresst werden sollten: Love me do (A-Seite), P.S. I Love You (B-Seite)
“Love me do” wurde bereits 1958 von Paul (auf seinem Schulweg) komponiert. Nur zwei Akkorde brauchte der Song (den Mittelteil steuerte John Lennon bei). Die vier waren beim Vorspielen extrem nervös. Vielleicht war der Grund das “Versagen” bei DECCA oder die ungewohnte Arbeit mit Studio-Kopfhörer.
Sie brauchten 15 Takes (Versuche), bis das Ergebnis einigermaßen akzeptabel war (auf alle Fälle verkauften sie sich unter Wert). Dennoch hebt sich das Stück vom damaligen glatten Musikbrei der britischen Charts ab.
Gefärbt vom Liverpooler Hafen Dialekt von Paul und das rauhe, emotionale Mundharmonikaspiel von John (es gab damals keinen vergleichbaren Stil) zeugte von einer Ehrlichkeit, die besonders die Leute aus der Gegend ansprach. Von daher war die Aufnahme äußerst geschickt gewählt.
George Martin (der Produzent bei EMI) jedoch bemängelte das Timing von Ringos Schlagzeugspiel (er spielte sehr gehetzt beim Übergang zum Refrain). Erst viel später sollte die Leichtigkeit und rhytmische Freiheit von Ringos Groove erkannt werden. Man entschied, dass ein Studioschlagzeuger (Andy White) die Drums übernehmen sollte. Eine Entscheidung die Ringo schwer traf. Jahre später bereute George Martin seine Entscheidung bei einem Interview.
Love me do schaffte Platz 17 der britischen Charts im Dezember 1962. (tbc)
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The fifth Beatle (George Martin)
7.10.2008 von admin.
Produzent und Arrangeur, geb am 03.01.1926 in London.
George Martin leitete bereits in seiner Schulzeit eine Tanzkapelle. Er studierte 3 Jahre an der Royal Guildhall School of Music (unter anderem Oboe). Im zweiten Weltkrieg flog er für die Royal Airforce. 1950 wurde er Assistent des Produzenten Oscar Preuss der EMI Studios (in der Abbey Road).
Anders als die Beatles verfügte George Martin über eine fundierte klassische Ausbildung. Zu Beginn beschäftigte er sich mit Barock, später mit Swing und Jazz.
George Martin arbeitete bereits erfolgreich als Arrangeur, als er die Beatles im Studio traf.
Durch sein Geschick verwandelte er die “Rohfassungen” des Komponisten Duos Lennon/ McCartney zu geschliffenen Pop Diamanten.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine tiefe Verbundenheit mit den Boys.
Eine Anekdote am Rande: nachdem die Beatles zum ersten Mal ihren Song “Love me do” im Studio probehörten, fragte George Martin, was Ihnen nicht gefalle (er meinte natürlich die Aufnahme). George antwortete: “Ehrlich gesagt, ihre Krawatte”.
Das Eis war gebrochen…
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John, Paul, George and Ringo. Das Gruppenbild.
3.10.2008 von admin.
In den meisten Biographien wird das Lebenswerk von John und Paul gegenüber gestellt. Viel interessanter jedoch finde ich die gemeinsame Geschichte von John, Paul, George und Ringo.
John Winston Lennon wurde am 09. Oktober 1940 in Liverpool geboren, Paul ist Jahrgang 1942 (18. Juni), George noch ein Jahr jünger (25. Februar 1943). Ringo wurde am 07. Juli 1940 geboren und somit der älteste Beatle. Außer Ringo wuchsen John, Paul und George in der unmittelbaren Nachbarschaft auf.
John lebte die ersten vier Jahre in einem Liverpooler Vorort Penny Lane (fällt der Groschen?). John’s Vater fuhr zur See und kümmerte sich gar nicht um seinen kleinen Sohn. Mit fünf wurde John zu seiner Tante Mimi abgeschoben, als die familiären Verhältnisse zwischen Vater und Mutter immer schwieriger wurden.
John erhielt keinen Musikunterricht und auch sein Interesse an Kunst und Lyrik wurde nicht gefördert. Lediglich seine Mutter Julia unterstützte John und zeigte ihm ein paar Griffe auf dem Banjo. John musste sich stets seine Träume erkämpfen.
Im Hause McCartney dagegen war Musik immer ein Hauptbestandteil des täglichen Lebens. Pauls Vater spielte Trompete und zusammen mit Pauls Onkel Jack traten sie in einer Jazz Band (”Jim Macs Jazz Band” war später die Vorlage zu Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band).
Paul und sein Bruder Michael verbrachten eine glückliche Kindheit ohne Entbehrungen. Später kauft Papa McCartney ein Klavier bei NEMS (witziger weise war der Inhaber des Ladens Harry Epstein, der Vater von Brian Epstein) . Paul erhielt Unterricht von einer älteren Dame, die er nicht leiden konnte. So boykottierte er die Unterrichtsstunden und lernte sich stattdessen alleine das Klavierspiel nach Gehör.
George Harrison hatte mit Abstand das harmonischste Umfeld während seiner Kindheit. Sein Vater arbeitete als Busfahrer, die Mutter Luise war Hausfrau und sorgte für die glückliche Familie. Was man kaum glauben mag: Der kleine George war ein Feingeist. Er stellte sich gegen diese Gleichmäßigkeit. Er ließ sich die Haare wachsen und widersetzte sich gegen die Kleiderordnung in der Schule. Doch musste George schnell feststellen, dass seine Eltern dieses Verhalten nicht duldeten. Vielleicht war dies auch der Grund, warum George in dem drei Jahre älteren John sein großes Vorbild sah.
Mit 13 bekam er eine Gitarre geschenkt. Ein Freund seines Vaters zeigte George die ersten Griffe.
Ringo Starr (Richard Starkey) war der Sohn eines Hafenarbeiters (später arbeitete er in einer Bäckerei wo er Ringo’s Mutter kennen lernte). Er war ein fröhlicher Junge, obwohl sein junges Leben durch häufige Krankheiten gezeichnet waren. Mit 6 Jahren hatte er eine Blinddarmentzündung und lag deswegen 2 Monate im Koma. Durch seine häufigen Krankheiten verpasste er oft den Unterricht in der Schule. Er konnte mit 15 kaum lesen und schreiben. Als er sein Schlagzeug geschenkt bekam fasst er neuen Mut und erarbeitete sich eine respektable Technik.
Außer George ereilten alle Beatles in ihrer Kindheit und Jugend schwere Schicksale. Diese Gemeinsamkeit mag wohl der Grund für die Verschworenheit als Gruppe gewesen sein.
Als John Lennon 17 war, brachte ein betrunkener Autofahrer Johns Mutter Julia zu Tode (ein Verlust, über den er nie hinweg kam), zu einem Zeitpunkt als John wieder ein intensiveren Kontakt zu seiner Mutter aufnahm.
Pauls Mutter starb an Brustkrebs. Ein schlimmes Schicksal für einen 14 jährigen Jungen. Ringo’s Eltern ließen sich scheiden, da war er gerade drei Jahre alt (seine Mutter heiratete wenig später erneut und Ringo bekam einen Stiefvater).
Wie kamen nun die vier Jungs zusammen? George und Paul hatten den selben Schulweg und da beide Gitarre spielten, entstand schnell eine Freundschaft (ich stelle mir gerade die zwei in einem Bushäuschen vor, als sie sich über die angesagtesten Bands unterhalten).
John hatte als erster eine eigene Band. Er brachte sich selbst Gitarre und Mundharmonika bei (die Gitarre hatte er sich von Tante Mimi erbettelt). 1955 gründete er die Skiffleband “Quarry Man”, eine Schülerband die er nach seiner Schule benannte. Der rebellische John konnte sich erfolgreich in seiner Grundschule disqualifizieren (;o) und erreichte einen Schulwechsel zur Kunstschule von Liverpool. Schon damals viel John durch seine Geschichten, Gedichte und Zeichnungen auf.
1957 brachte dann ein gemeinsamer Freund, Paul McCartney zu einem Auftritt der “Quarry Man” mit. In einer Pause schnappte sich Paul eine Gitarre und überzeugte durch eine gekonnte Fassung von “Twenty Flight Rock”, die er gleichzeitig spielen und singen konnte. Einige Tage später wurde Paul in die Band aufgenommen.
George wurde von Paul in die Band gebracht. Er durfte (damals erst 14) zu den Auftritten der Band mitkommen und während die Band spielte, spielte er die Nummern auf seiner Gitarre am hinteren Ende des Saales. Ab und zu durfte er auch den eigentlichen Gitarristen vertreten, falls dieser nicht spielen konnte. Sein Idol war natürlich John, den er stets zu imitieren versuchte. Die Band traf sich regelmäßig bei Familie Harrison und George’s Mutter versorgte die Musiker mit Marmeladenbrote. Allmählich wurde George ein festes Mitglied der Band, die sich später “Jonny and the Moondogs” nannte.
Ringo kam erst viel später (nach dem Rausschmiss von Peter Best 1962) zur Band. Zuvor lernten sie Ringo während ihrer Zeit in Hamburg kennen (damals spielte Ringo bei “Rory Storm and the Hurricanes”) . Ringo überzeugte zwar nicht durch sängerische Qualitäten und er konnte auch keine Songs schreiben, aber sein gutes Herz und seine Fröhlichkeit half des öfteren bei Konflikten in der Band. Er war stets mit seiner Position zufrieden und dankbar ein Beatle zu sein. Diese Eigenschaften waren wohl genauso wichtig wie die musikalischen Fähigkeiten von John, Paul und George. John und Paul kamen aus der Upperclass, Ringo und George dagegen stammten aus gutbürgerlichen Verhältnissen.
Ich habe im Netz eine sehr infromative Karte gefunden. Auf den Spuren der Beatles. (tbc)
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Best geht, Ringo kommt
26.9.2008 von admin.
Pete Best war von 1960-1962 Schlagzeuger der Beatles (zuvor spielte er bereits mit John Lennon in einer Band). Paul McCartney brachte ihn dann später zu den Silverbeatles.
Es gibt viele Theorien, warum Pete gehen musste. Eine Theorie besagt, dass die Frontmänner (John und Paul) auf den gut aussehenden Best eifersüchtig waren, da er bereits eine große Fangemeinde (besonders bei den Mädels) hatte. Eine andere spricht davon, dass sich Pete den Annäherungsversuchen von Brian Epstein widersetzte und deshalb die Band verlassen musste.
Irgendwie hatte jeder einen Grund, um Pete Best loszuwerden.
Fakt ist, dass die Beatles zuletzt am 15.08.1962 gemeinsam mit Pete im Cavern spielten, als er am nächsten Tag in das Büro von Brian Epstein gebeten wurde. In der offiziellen Verlautbarung hieß es, “die Qualitäten als Schlagzeuger reichten nicht mehr für die Beatles”.
Pete wurde durch Ringo Starr ersetzt, der zuvor des öfteren bei den Beatles ausgeholfen hatte (sie hatten Ringo bereits in Hamburg kennengelernt, damals noch bei Rory Storm and the Hurricanes).
Der Wechsel wurde von den Fans ziemlich emotional aufgenommen. Ringo hatte keinen leichten Start und musste viele Beschimpfungen über sich ergehen lassen (die sich aber bald legten).
Pete Best konnte am Erfolg der Beatles nicht teilhaben. Manche bezeichnen ihn auch als den unglücklichsten Mensch der Popgeschichte. Als “kleines” Trostpflaster erhielt er aber die Tantiemen von den frühen Aufnahmen zusammen mit den Beatles in Höhe von mehreren Millionen Pfund. (tbc)
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The brain behind the Beatles, Brian Epstein
25.9.2008 von admin.
Geboren als Sohn eines Unternehmers (Möbel und Elektrogeräte) am 19.09.1934 in Liverpool. Brian hatte kein Interesse am Unternehmen des Vaters und wollte stattdessen Modedesign und Schauspiel studieren. Wegen seiner Homosexualität gab es ständig Konflikte mit seinen Eltern (Homosexualität war zur damaligen Zeit in England illegal).
Ab 1955 leitete er die Schallplattenabteilung bei NEMS (North End Music Store, ein Unternehmen seines Vaters). Sein Steckenpferd war es, jede Platte aufzutreiben, die seine Kundschaft anfragte.
Kurze Zeit verdiente er sich als Schauspieler, kehrte aber nach einem Jahr wieder in die Plattenabteilung seines Vaters zurück . Da er sehr ehrgeizig und geschäftstüchtig war, eröffnete er weitere NEMS Filialen.
Brian Epstein wurde auf die Beatles aufmerksam, als in seinem Laden mehrfach eine Aufnahme von “My Bonnie” bestellt wurde, die sich auch sehr gut verkaufte. Er recherchierte und besuchte die Beatles bei einem Nachmittagsauftritt im Cavern Club am 09.11.1961.
Bereits beim ersten Treffen wurde er von dem Charisma der Band überwältigt. Wenig später bot er sich als Manager der Beatles an. Zu dieser Zeit hatte keine Band in Liverpool einen Manager. Die Beatles erhofften sich dadurch bessere Auftritte und höhere Gagen. Für Eppstein sollte es Teil seines Lebens werden, mit dem er sich seine Träume erfüllen konnte (auch finanziell, da er 25% der Gagen kassierte).
Im Mai 1962 handelte Brian einen Plattenvertrag mit EMI aus. Er agierte stets im Hintergrund, hielt aber die Fäden der Beatles ständig in Händen. Gleich einem Puppenspieler arbeitete er am Image der Band.
Wie abhängig die Beatles von Brian waren, zeigt sich nach seinem frühen Tod (Brian wurde zunehmend drogen- und alkoholsüchtig. Er litt unter Depressionen und unternahm mehrfach einen Selbstmordversuch. Am 27.08.1967 starb er an einer Überdosis Bromide und Phenobarbitone, die er tragischerweise verwechselte).
Völlig orientierungslos stürzten sich die vier in mehr oder weniger erfolglose Unternehmungen. Der Film “Magical Mystery Tour” (1967) war nur ein Ergebnis dieser Unternehmungen. Der Film floppte und viel bei den Kritikern durch.
Brian Epstein war mehr als nur ein Manager. Er war Freund und Berater zugleich. Er arbeitete an der Bühnen Choreographie und verpasste den Jungs Anzüge statt Lederjacken. Paul McCartney sagte einmal: “Wenn irgendjemand der fünfte Beatles war, dann war es Brian” (tbc)
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My Bonnie is over the Ocean
24.9.2008 von admin.
Im darauffolgenden Jahr kamen die Beatles erneut nach Hamburg. Diesmal spielten sie direkt an der Reeperbahn im “Top Ten Club”. Die Gage verdoppelte sich und sie mussten nicht mehr im “Bambie” (ein ehemaliges Filmkunst Theater von Bruno Koschmider) übernachten. Die Zeit in Hamburg war besonders für John Lennon prägend. Außerhalb ihrer Engagements hielten sie sich in der Hamburger Künstlerszene rund um St. Pauli auf. Bei ihren Auftritten holten sie sich den letzten Schliff.
Der Kontakt mit anderen Bands blieb nicht aus (während dieser Zeit hielten sich geschätzt 200 Bands in Hamburg auf).
Zu erwähnen wäre z.B. Rory Storm and the Hurricanes (hinter dem Schlagzeug saß Ringo) oder Tony Sheridan. Letzterer wirkte bei der ersten Single “My Bonnie” (produziert im Juni 1961 von Bert Kempfert) mit. Genau diese Aufnahme war es, die wenig später im Plattenladen von Brian Eppstein (der spätere Manager der Beatles) mehrfach gewünscht wurde.
Eppstein besuchte danach (neugierig geworden) am 09. November 1961 einen Gig der Beatles im Cavern Club. Nach einigen Gesprächen stimmten die Beatles einem Vertrag mit Brian Eppstein zu.
Zur Eröffnung des “Star Club” (der Besitzer war Horst Fascher) im April 1962 kamen die Beatles ein letztes mal für ein längeres Gastspiel nach Hamburg.
Zusammenfassung: Hamburg war tatsächlich die Wiege der Beatles. (tbc)
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Mach Schau…
22.9.2008 von admin.
Im August 1960 erhielten die Beatles ein Gastspiel in Hamburg. Zuerst im “Indra”, später im “Kaiserkeller” spielten die fünf Jungs täglich acht Stunden am Stück. Schlägereien waren an der Tagesordnung. Eine aggressionsgeladene Athmosphäre, die durch den R’Roll noch mehr angeheizt wurde. Die Jugendszene teilte sich in Halbstarke (die Lederjackenträger) und Exis (Kunststudenten mit Rollkragenpullis und Cordjacketts). Trafen beide Gruppen aufeinander, kam es gerne zu Raufereien. Die Beatles (eigentlich die Lederjackenträger) interessierten sich jedoch sehr für die intellektuellen Exis (unter Ihnen Jürgen Vollmer und Astrid Kirchherr). Besonders Stu Sutcliff (der Bassist der Beatles) zog es zu Astrid Kirchherr hin. Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum er in Hamburg blieb, als der Rest der Band Ende Oktober nach Liverpool zurückreiste. (tragischerweise verstarb Stu im Jahre 1962 an einer Gehirnblutung, die Folgen einer Schlägerei mit Halbstarken [damals waren angeblich John Lennon und Pete Best mit beteiligt] waren.)
Nicht zuletzt die Freundschaft mit Astrid und Jürgen führte zu einem neuen Look der Beatles. Als erster schnitt sich Stu die Haare zu einem Pilzkopf (das spätere Markenzeichen), John und Paul folgten nachdem sie einen Urlaubstrip nach Paris unternahmen. Nach ihrer Rückreise übernahm Paul die Rolle des Bassisten.
Es ist klar, dass dieser erste Aufenthalt in Hamburg die Band massgeblich prägte. Extremsituationen in einem fremden Land mit aggressiven Halbstarken, deren Sprache sie nicht verstanden, spielten bis zum Umfallen. Dies war keine Umgebung für Mimöschen. Hier half nur der gemeinsame Zusammenhalt (das Ganze auf engsten Raum) . Bei einem späteren Interview gestand einmal Paul Mc Cartney: Als der Hipe um die Beatles ausbrach und beängstigende Ausmaße annahm, sperrten sich die vier in ein Badezimmer ein, obwohl für jeden einzelnen eine Hotelsuite gebucht war. (tbc)
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Tag 1 im Leben eines Beatle
20.9.2008 von admin.
Die Geschichte ist bekannt: Schulband trifft sich. Es werden Stücke der Vorbilder (sehr aktuell waren Nummern aus den USA) geprobt. Später dann der erste gemeinsame Auftritt auf einem Gemeindefest. Wir schreiben das Jahr 1958. Es herrschte extreme Armut und massive Arbeitslosigkeit. Viele Bands sahen es als Chance, aus diesem “Dreck” herauszukommen. Es gab kein Vertrauen in die Regierung, noch weniger in die Zukunft.
Die “Silver Beatles” (so nannten sich damals John Lennon, Paul Mc Cartney, George Harrison, Pete Best und Stu Sutcliff) suchten Ihren Erfolg im Ausland. Wer hier bestehen konnte, kam als angesagte Band zurück. Das Ziel war eine Überfahrt nach Hamburg im Jahr 1960. Das “Tor zur Welt”. (tbc)
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